Abschlussbericht - Evaluierung der Radonexposition in untertägigen Arbeitsbereichen sowie der rechtlichen Vorgaben gemäß StrSchG 2020 und RnV
Im Projektzeitraum (Mai 2023 – Dezember 2024) wurden an insgesamt 23 untertägigen Betriebsstandorten Messungen der Radon- und Thoronkonzentration durchgeführt. Außerdem wurden an ausgewählten Standorten die Konzentrationen der Radonfolgeprodukte gemessen.
Dazu wurden die Betriebe in folgende vier Kategorien eingeteilt:
- Bergwerke mit untertägigem Abbau
- Schaubergwerke
- Schauhöhlen
- diverse weitere untertägige Arbeitsbereiche
In allen vier Kategorien wurden in mehr als einem Betrieb deutlich erhöhte Radonkonzentrationen im vierstelligen Bereich festgestellt.
Ziel des vorliegenden Projekts war den Kenntnisstand über die Radonsituation in verschiedenen untertägigen Arbeitsbereichen zu erweitern und die dazu gültigen rechtlichen Vorgaben zu evaluieren.
Den gesamten Abschlussbericht des Projekts können Sie hier downloaden.
Auf Grundlage der Erkenntnisse aus dem Projekt konnten verschiedene Maßnahmen ausgearbeitet werden, um die Radonexposition von Beschäftigten in untertägigen Arbeitsbereichen in Zukunft zu reduzieren. Allenfalls sollte das Thema Radon auch in die regelmäßig stattfindenden Sicherheitsunterweisungen der Beschäftigten zur Bewusstseinsbildung integriert werden. Die Aufnahme des Themas in die bergmännische Ausbildung ist erstrebenswert. Bei Schaubergwerken und Schauhöhlen sollen auch ehrenamtliche Beschäftigte hinsichtlich des Gesundheitsschutzes berücksichtigt werden und Radonmessungen veranlasst werden bzw. falls notwendig, Radonschutzmaßnahmen durchgeführt werden.